Eine Woche bei Lapp

Wie jedes Jahr haben wir mehrere Praktikumsplätze im Rahmen der BORS (= Berufsorientierung an Realschulen) angeboten, um den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zu geben, ihren Wünschberuf kennenzulernen. Auch die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Realschule, mit der wir seit dem 17. Oktober 2016 eine Bildungspartnerschaft haben, nutzten die Gelegenheit und haben eine Woche in verschieden Abteilungen unseres Unternehmens verbracht. Was sie bei uns erlebt haben, erfahren Sie aus ihren Berichten.

Hannes Moritz, Schülerpraktikum im Ausbildungsberuf „Fachinformatiker für Systemintegration“
Montag, 06.03.2017

„Am ersten Tag wurde ich um 09:00 Uhr von Frau Lenda abgeholt und zur Lapp Services gebracht, welche die IT Firma der Lapp Group ist. Dort hat mich Herr Morhardt abgeholt, der mir einen kleinen Einblick in die IT und allgemein über die Lapp Gruppe gab. Danach zeigte er mir das SAP (Systeme, Anwendungen, Produkte), was das Hauptsystem von Lapp ist, auf dem alle Abläufe überwacht und auch neue anlegt werden können. Ein Teil der IT ist dafür zuständig, dass SAP nicht nur immer läuft, sondern auch neue Module einfügt werden können. Zudem zeigte mir Herr Morhardt, was ein SAP Berater machen muss. Danach gab er mir eine Aufgabe, bei der ich Lapp allgemein etwas besser kennenlernen konnte. Von 12 bis 13 Uhr war dann Mittagspause, in der ich mich in der Kantine mit den anderen Schülern (Gabriel, Nick, Timo und Jasmin) getroffen habe und wir dort alle gegessen haben. Das Essen konnten wir mit unseren Stempelkarten bezahlen, die uns freundlicherweise die Firma mit Geld aufgeladen hatte. Danach ging ich zurück in die IT, wo mir Herr Morhardt das Thema Change Management erklärt hat. Ich bekam dann eine Aufgabe zu diesem Thema, diese war die Auswertung einer Excel Tabelle. Um 15 Uhr hatte ich dann Feierabend.“

 

 

Nick Seyfried, Schülerpraktikum im Ausbildungsberuf  „Industriekaufmann“
Dienstag, 07.03.2017

„Am zweiten Tag traf ich mich wieder gegen 09:00 Uhr mit Frau Lenda im Eingangsbereich der Europazentrale. Sie brachte mich zu einer neuen Abteilung, der Disposition. Dort wurde ich herzlich empfangen und allen Kollegen vorgestellt. Als Erstes erklärte mir Herr Schwend die allgemeine Struktur und Aufgaben der Abteilung sowie seinen Zuständigkeitsbereich, er ist zuständig für die Kabel. Die Dispo ist beispielsweise dafür da, die Topseller, das heißt die Artikel, die am meisten verkauft werden, auch immer auf Lager zu haben. Weitergehend gehört zu den Aufgaben die Nachverfolgung und Kontrolle der Liefertermine. Die Disposition ist unterteilt in viele Bereiche, da die Firma Lapp mehr als 40.000 Artikel im Programm hat. Danach kam ich zu einer anderen Kollegin, die für das komplette Zubehör zuständig ist. Sie erklärte mir die Grundlagen des SAP Systems.  Am Nachmittag war ich dann bei einem anderen Kollegen, der mir sein Tagesgeschäft erklärte. Mit vielen neuen Informationen war der Tag dann um 15:30 Uhr zu Ende.“

 

Timo Fleischer, Schülerpraktikum im Ausbildungsberuf „Mechatroniker“
Mittwoch, den 08.03.2017

„Mein dritter Praktikumstag bei Lapp startete wieder um 08:00 Uhr, also traf ich mich um kurz vor acht mit Herrn Lindner, Ausbildungsleiter für technische Ausbildungsberufe. Zuerst habe ich eine zweistündige Online Schulung zum Thema „Grundlagen der Elektrotechnik“  gemacht und nachdem  ich fertig war und alle Tests bestanden hatte, gingen wir mit Herrn Lindner ins Ausbildungszentrum. Dort traf ich auch zwei sehr nette Auszubildende, Marcel und Benedikt, die mich dann auch den Vormittag über betreuten. Im Ausbildungszentrum durfte ich einen Schaltschrank mit den unterschiedlichsten Schaltungen auseinander und dann zusammen bauen. Das Bauen und Verlegen von Leitungen hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es lange gedauert hat, die ganzen Schaltpläne abzuarbeiten. Aber am Ende waren wir alle mit meinem Ergebnis glücklich und zufrieden. Nachdem ich fertig war, sind wir alle zusammen (ich und die anderen Azubis) in der Mittagspause in die Lapp Kantine gegangen. Um 14:00 Uhr bekamen wir einen Besuch von einer Gruppe Mädels, die etwa in meinem Alter waren. Es waren Mädchen von der Girl’s Day Akademie, die sich für die Technik interessieren. Ich erklärte ihnen wie der Schaltschrank mit den ganzen Schaltungen funktioniert, anschließend baute ich ihn wieder auseinander und dann mit der Gruppe von Mädels gemeinsam wieder zusammen. Mir persönlich hat dieser Tag am meisten Spaß gemacht und er war sehr informativ.“

 

Jasmin Kaabi, Schülerpraktikum im Ausbildungsberuf „Kauffrau im Groß- und Außenhandel“
Donnerstag, den 09.03.2017

„Ich kam um 09:15 Uhr an und bin direkt zu meinem Praktikumsbetreuer gegangen. Da er noch etwas Wichtiges fertig machen musste, wartete ich und beobachtete, was er genau machte. Er beantwortete Emails von Kunden, auch die aus dem Ausland. Als er fertig war, konnte ich mich an den Computer setzen und durfte jetzt praktisch arbeiten. Herr Manduzio erklärte mir zwar nochmals, was ich machen soll aber ich hatte ihn ja schließlich beobachtet und wusste, was ich zu tun hatte. Als ich anfing, war ich eher langsam und kam anfangs mit dem Programm nicht klar. Durch die Hilfe meines Betreuers funktionierte es besser. Er zeigte mir Techniken, wie ich schneller arbeiten kann. Er hatte mir auch das Programm erklärt, was ich tun muss, wie ich es einstelle, usw. Danach funktionierte es besser, es hat wirklich Spaß gemacht und ich konnte mehr dazu lernen. Was mir besonders gefiel war, dass ich jede Frage gut beantwortet bekam und auch dasdass man meine Fragen ernst nahm. Später, bzw. nach einiger Zeit wurde ich bei der Arbeit selbständiger, hatte jedoch manchmal Bedenken und musste mich immer wieder an meinen Betreuer wenden. Ich musste bspw. die Bestellung der Kunden bearbeiten, heißt die Bestellnummer des Kunden übertragen, die Lieferadresse überprüfen, den Preis überprüfen, den Liefertermin/Wunschtermin eingeben. Nach 2 Stunden hatte ich dann Pause. Als ich nach der Pause wieder da war, ging ich mit meinem Betreuer in die Produktion. Er zeigte mir den Verlauf, wie die Kabel transportiert werden, was danach mit ihnen passiert, wie sie verarbeitet werden, usw. Als wir zurückkamen, durfte ich wieder an den Computer. Alles funktionierte gut, ich machte alles richtig – dachte ich zumindest. Mir war jedoch ein Fehler unterlaufen, den ich gar nicht bemerkt hatte. Mein Betreuer wies mich darauf hin, jedoch ohne mir zu sagen, was der Fehler war, ich musste den selber finden. Ich schaute mir die Bestellung nochmal an und nach einiger Zeit erkannte ich meinen Fehler. Der Preis war nicht angegeben. Als wir nun fertig waren, durfte ich allgemeine Fragen stellen. Über die Firma, den Beruf, das Bewerbungsgespräch, usw. Es war ein schöner und lehrreicher Tag.“

 

 

Gabriel Funke, Schülerpraktikum im Ausbildungsberuf „Industriekaufmann“
Freitag, den 10.03.2017

„An meinem fünften und gleichzeitig letzten Tag bei Lapp war ich, wie an den anderen Tagen zuvor, im neuen Gebäude von Lapp, der Europazentrale. Mein Tag begann um 09:15 Uhr im 1. Stock, im Bereich Produktentwicklung. Dort wartete schon Herr Westermann, mein Betreuer, auf mich. Er hat mir mitgeteilt, dass wir heute in das Kabelwerk (Lapp GmbH Kabelwerke) gehen, wo ein Kollege von ihm, extra für mich, eine kurze Führung in der Produktion organisiert hat.  Das hat mich natürlich sehr beeindruckt. Der Arbeitskollege von Herrn Westermann war sehr freundlich. Er erklärte mir alle Vorgänge in der Produktion sehr ausführlich und beantwortete meine Fragen sehr gerne. Gegen 11:00 Uhr war die Führung vorbei und wir kehrten zurück in die Europazentrale. Dort sollte ich im Internet nach anderen Kabelanbietern recherchieren, eine sogenannte Marktanalyse durchführen. Um 12:00 Uhr hatte ich dann Mittagspause und bin mit meinem Klassenkamerad Hannes in die Lapp Kantine gegangen. Nach der Mittagspause sollte ich nach weiterhin im Internet recherchieren, diesmal nach Kabelanbietern weltweit. Anschließend sind wir bis 15:00 Uhr im Testzentrum von Lapp gewesen, wo mir Herr Westermann zeigte, auf wie viele verschiedene Arten die Kabel getestet werden. Ich fand es sehr spannend, weil ich noch nie in einem Testzentrum war und noch nie gesehen habe, wie die Produkte getestet werden, bevor sie einem Kunden angeboten werden. Ich fand sowohl den Tag, als auch die ganze Praktikumswoche sehr informativ und interessant.“

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