Familie oder Karriere? Ich nehme einfach beides!

 

Name, Tätigkeit/Abteilung:

Claudia Striffler, Head of Marketing Communications

Lieblingsfarbe außer Orange?:

Blau

Beschreibe dich mit 3 Worten!:

Kreativ, zielorientiert, offen

Für was kannst du dich begeistern?:

Neue Herausforderungen und spannende Projekte

 

 

Für uns Frauen ist die Frage in der Überschrift eine von den Fragen, mit der sich jede von uns im Laufe ihres Lebens sicherlich mindestens einmal beschäftigt. „Will ich Kinder oder keine? Wie wird sich mein Leben dadurch verändern? Ist denn beides – sprich Familie und Karriere –  möglich?“ Einige entscheiden sich dann gegen eine Familie, um sich die Karriere nicht zu „verbauen“. Dass beides möglich ist, schildert uns Frau Claudia Striffler in diesem Interview. Auch die Männer unter uns sollten diesen Beitrag lesen – Eure Unterstützung ist notwendig, um beides vereinbaren zu können!

Geht Ihr Kind noch in die Kita oder schon zur Schule?

„Mein Sohn war zuerst in einer Kita. Mittlerweile besucht er einen Ganztages-Kindergarten.“

Wie alt war Ihr Sohn als er in die Kita kam?

„Bei meinem Wiedereinstieg nach der Babypause war er sieben Monate alt.“

Sind Sie gleich wieder zu 100 Prozent eingestiegen?

„Zunächst bin ich mit 60 Prozent eingestiegen. Nachdem dann alles gut geklappt hat, habe ich relativ schnell auf 80 Prozent erhöht.“

War es sehr schwer, Ihr Kind mit sieben Monaten abzugeben?

„Zuerst mal war es schwer, überhaupt einen Betreuungsplatz zu finden. Wir hatten großes Glück, dass es dann letztlich doch relativ schnell geklappt hat und wir einen Platz in einer privaten Einrichtung bekommen haben. Natürlich ist das dann erst mal eine ziemliche Umstellung und alles andere als leicht. Aber die Kita hat wirklich einen klasse Job gemacht. Mein Sohn hat sich von Anfang an sehr wohl gefühlt, sodass die Eingewöhnungsphase entsprechend kurz ausfiel. Das hat mir den Wiedereinstieg ins Berufsleben enorm erleichtert.“

Hat Lapp Sie während Ihrer Elternzeit unterstützt?

„Ja, Lapp hat mich die ganze Zeit auf unterschiedliche Art und Weise sehr unterstützt. Besonders gut fand ich, dass ich mein Firmen-Laptop und -Handy behalten konnte. So war ich trotz Babypause immer auf dem Laufenden und hatte die Möglichkeit, mit meiner Stellvertreterin und den Kollegen in Verbindung zu bleiben. Aus meiner Sicht ist es wichtig, den beruflichen Kontakt auch während der Babypause nicht ganz zu verlieren. Das vereinfacht auch die spätere Rückkehr in den Job.“

Gab es eine Vereinbarung, dass Sie nach der Babypause wieder in Ihre frühere Position als Leiterin der Abteilung Marketing Communications zurückkehren?

„Für meinen Vorgesetzten und mich stand von Anfang an fest, dass ich wieder in meine frühere Position zurückkehren werde.“

Hat die Geburt Ihres Sohnes etwas an Ihren Karrierezielen geändert?

„Nein, die Geburt meines Kindes hat daran nichts geändert. Ich finde es wichtig, eigene persönliche Ziele stets im Blick zu behalten. Egal ob mit oder ohne Kind.“

Haben Sie Tipps für andere Eltern, zum Beispiel in puncto Kinderbetreuung?

„Die Organisation der Kinderbetreuung stellt Eltern immer vor große Herausforderungen. Aller Anfang ist schwer und die Eingewöhnungsphase in der Kita oder im Kindergarten ist nicht zu unterschätzen. Mein Tipp: viel Zeit einplanen! Wichtig ist auch, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen und die nötige Geduld mitzubringen. Gerade am Anfang sind Teilzeitarbeit und flexible Arbeitszeiten von unschätzbarem Wert. Das setzt natürlich bei Vorgesetzten und Kollegen ein gewisses Maß an Verständnis voraus. Und da hatte ich wirklich großes Glück! Noch ein Tipp: Man sollte sich auf jeden Fall frühzeitig über die verschiedenen Betreuungsformen und mögliche Betreuungsplätze informieren. Schließlich haben nicht alle Einrichtungen immer sofort freie Plätze. Ideal wäre es, sich schon vor der Geburt Gedanken darüber zu machen. Das kann einem später viel Stress ersparen. In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein genauer Blick auf die Öffnungszeiten der Einrichtungen. Je nachdem, ob es sich um eine Kita in öffentlicher oder privater Hand handelt, gibt es hier zum Teil gewaltige Unterschiede. Für mich persönlich war bei der Wahl des passenden Betreuungsangebotes besonders wichtig, dass ich möglichst flexibel bin und mein Kind bei Bedarf auch einmal länger gut betreut wird. Stichwort: optional buchbarer Babysitter-Service. Aber auch das persönliche Umfeld kann helfen. Ein privates Netzwerk aus Familie und zuverlässigen Babysittern, auf das man in Ausnahmefällen wie etwa Dienstreisen zurückgreifen kann, macht vieles leichter.“

Wie steht es um die Unterstützung durch die Kollegen? Zum Beispiel, wenn Ihr Kind einmal krank ist oder Sie kurzfristig nach Hause müssen.

„Die Unterstützung seitens meiner Kollegen war von Anfang an großartig – und ist es nach wie vor. Bei uns in der Firma wird generell viel Rücksicht auf Eltern genommen. So werden wichtige Termine etwa gezielt auf Tage gelegt, an denen auch Teilzeitkräfte anwesend sein können. Dabei werden auch Bring- und Abholzeiten der Kitas und Kindergärten berücksichtigt. Konkret bedeutet das, dass Termine weder zu früh noch zu spät am Abend stattfinden. Die größte Erleichterung bringt für mich aber das Home-Office. Es gibt mir die Möglichkeit, meine Arbeitszeiten noch flexibler zu gestalten. Und wenn mein Kind einmal krank ist, kann ich so bequem von zu Hause arbeiten. Das ist nicht nur äußerst beruhigend, sondern funktioniert auch sehr gut.“

Wurde Ihnen die Home-Office-Lösung nach der Geburt von Lapp angeboten oder ging die Initiative von Ihnen aus?

„Ich hatte schon immer die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten. So richtig zu schätzen gelernt habe ich diese Flexibilität aber erst durch die Geburt meines Kindes.“

Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem Alltag?

„Herausforderungen tauchen immer dann auf, wenn ich auf Geschäftsreisen gehe. In diesen Fällen erhalte ich durch mein privates Netzwerk die nötige Unterstützung. Großeltern, Babysitter und mein Mann halten mir den Rücken frei, wenn es nicht anders geht. Dafür bin ich sehr dankbar. Ohne dieses private Netzwerk sind solche Herausforderungen kaum zu bewältigen – oder eben nur mit sehr viel größerem Aufwand.“

Kennen Sie die Angebote für Lapp-Mitarbeiter rund um die Zertifizierung zu „Beruf und Familie“? Zum Beispiel den pme-Familienservice?

„Ich habe mich über die Angebote informiert und finde es klasse, dass unsere Firma sich so toll und vorbildlich um ihre Mitarbeiter kümmert.“

Noch ein persönlicher Tipp, wie sich Beruf und Familie besser vereinbaren lassen?

„Für mich persönlich erleichtert eine gewisse Struktur im Alltag die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine wöchentliche Planung ist sicher hilfreich. Aber mit Kindern ist eben nicht immer alles planbar. Flexibilität, Spontanität und ein gewisses Maß an Gelassenheit können dazu beitragen, den Alltag besser zu meistern. Aber ein Patentrezept gibt es nicht. Wahrscheinlich muss letztlich jeder seinen eigenen Weg finden.“

 

Vielen Dank für die Einblicke in Ihre Art der Vereinbarkeit und wir hoffen, dass für die (werdenden) Mütter und Väter unter Euch ein paar hilfreiche Hinweise dabei sind!

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