Fernstudium hautnah – Meine Erfahrungen Teil l

 

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Name und Tätigkeit/Abteilung:
Natalja Egel,
Praktikantin in der Personalabteilung

Lieblingsfarbe außer Orange?
Dunkelblau

Beschreibe dich in 3 Worten:
offen, ehrlich, spontan

Für was kannst du dich begeistern:
Musik, Kochen & Backen, Tanzen

 

 

Die wohl wichtigste Frage nach dem Abitur überhaupt lautet: Was fange ich mit meinem Leben an?
Möchte ich eine Ausbildung machen? Möchte ich studieren? Eventuell kommt für manche eine kombinierte Lösung in Frage, zuerst die Praxis in Form einer beruflichen Ausbildung, danach ein Studium um die Thematik zu vertiefen und um sich zu spezialisieren.

Die Glücklichsten unter uns wissen schon sehr früh was sie in ihrem späteren (Berufs-) Leben machen möchten

Spätestens im Abiturjahr wissen die meisten in welchen Studiengang sie sich später immatrikulieren möchten. In den (hoffentlich) seltensten Fällen ist die Entscheidung auch nach dem Abitur noch nicht gefallen. So auch in meinem Fall. Nach dem Abitur war ich der Meinung, ich hätte bereits lange genug gelernt und es nun endlich an der Zeit wäre, sich ins Arbeitsleben zu stürzen. Der Wunsch doch zu studieren kam bei mir erst später auf, genaugenommen beinahe zwei Jahre nach dem Abitur.

Im Gegensatz zu dem Großteil meiner Schulfreunde entschied ich mich gegen das typische Studentenleben. Kein Umziehen in eine andere Stadt, Bundesland, Land oder gar Kontinent; kein WG Zimmer mit unbekannten Kommilitonen, keine monatelange Wohnung- und Zimmersuche, keine Studentenpartys (Ja, richtig gelesen!). Der Wunsch Psychologie zu studieren kam spontan und schnell, entgegen meiner Erwartungen, dass er einem anderen Studiengangswunsch weicht, überdauerte dieser Wunsch standhaft alle anderen Überlegungen. Nach intensiver Durchsicht aller Zulassungsauflagen zahlreicher Universitäten, an dieser Stelle sei auf den horrenden NC des Psychologiestudiengangs hingewiesen, fiel mir die FernUniversität Hagen ins Auge. Von einer früheren Arbeitskollegin erhielt ich einen Erfahrungsbericht aus erster Hand und bereits an dieser Stelle war die Entscheidung für ein Fernstudium gefallen.

Das ist ja überhaupt nicht anerkannt! Geldmacherei! Mach doch mal was gscheit´s! 

So und ähnlich fielen dabei die Reaktionen meiner Freunde und Bekannte aus. Natürlich habe ich mich vor der Entscheidung intensiv in die „Materie FernUniversität“ eingearbeitet und konnte mit erhobenem Haupt und aller Entschlossenheit allen Bemerkungen und Aussagen standhalten. Als die einzige staatliche Fernuniversität samt allen Studiengängen Wrfel mit Wer, Wie, Was, Wo auf Tastatur(Bachelor- und Masterstudiengänge) und Abschlüssen ist die FernUni anerkannt und etabliert. Ihr Konzept kombiniert klassische Methoden des Wissenserwerbs mit der Nutzung neuer Medien zum Blended Learning. Studiengebühren sind passé und die Zahl der immatrikulierten Studenten spricht Bände.

Die meisten waren an dieser Stelle positiv überrascht aber auch neugierig. Auch wenn ab und zu das Wort Fernunterricht-/Studium fällt, so ist das  Konzept und die Durchführbarkeit den meisten so unbekannt und fremd wie das Studieren auf einem anderen Planeten. Die Aussagen nehmen dann eine  ungläubige aber interessierte Form an, von herablassenden und abwertenden Aussagen fehlt nun jede Spur. Allerspätestens bei der Erwähnung der flexiblen Studienganggestaltung ist die FernUni (beinahe) jedem sympathisch – wer an dieser Stelle noch nicht überzeugt ist – na, dann weiß ich auch nicht! Ähnlich dem Arbeitszeitenmodell vieler Firmen bietet die Universität die Möglichkeit an, das Studium in Voll- und Teilzeit zu absolvieren. Hier kommt einem das Konzept der Beruf- und Familie Vereinbarkeit in den Sinn, eine tolle Möglichkeit (nicht nur für die Muttis) sich trotz Familie doch noch weiterzubilden.

Die Einschreibung in den gewünschten Studiengang verläuft denkbar einfach und problemlos

Den Online-Zulassungseintrag ausfüllen und die Daten elektronisch absenden, danach den Zulassungsantrag ausdrucken und unterschreiben. Nun fehlen noch die erforderlichen Unterlagen wie z.B. Zeugnisse und schon kann man den Antrag absenden oder vor Ort in Hagen abgeben. Trotz der Abschaffung der Studiengebühren erhebt die Universität pro Semester eine Grundgebühr, einen geringen Studierendenschaftsbeitrag sowie eine Kursgebühr, die sich nach der Anzahl der belegten Kurse und Module richtet. Nicht kostenfrei aber kostengünstig. Die Kursmaterialien kommen bis vor die Haustür und die Organisationskünste, welche sich aus der Vorlesungs- und Gesprächszeitenorganisation der Professoren ergeben, entfallen beinahe komplett. Anwesenheitspflicht bei Gesprächsbedarf besteht nämlich keine, einfach anrufen oder per Mail anschreiben genügt vollkommen.

Doch wie gestaltet sich denn nun der tatsächliche Ablauf eines Semesters an einer FernUniversität? Da muss ich euch auf die Folter spannen – um dies zu erfahren müsst Ihr tatsächlich Teil II abwarten. Vorerst gilt mein außerordentlicher Dank allen, die diesen Text tatsächlich von Anfang bis zum Ende gelesen haben.
Hut ab – haben Sie bei so viel Durchhaltevermögen schon über ein Fernstudium nachgedacht 😉 ?

(Hier geht es zum Teil 2)

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