MINT Zukunft schaffen

Die aktuelle Studie „The When & Why of STEM Gender Gap“, die KRC Research im Auftrag von Microsoft, die in zwölf europäischen Ländern durchgeführt wurde zeigt, dass Mädchen durch weibliche Vorbilder und mehr Praxiserfahrungen für MINT-Bereiche (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) begeistert werden können. Dabei zeigt die Studie auch, dass das Interesse von deutschen Mädchen für MINT-Fächer im Alter von 11 bis 16 am größten ist und danach sehr schnell sinkt. Oftmals kehrt das Interesse auch nicht zurück.

Eine andere Umfrage, die im Rahmen der Initiative „AutoBerufe – Mach Deinen Weg!“ und des Grundschulprojekts BLINKA durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa unter jungen Eltern durchgeführt wurde zeigt, dass sich 55 % der befragten Eltern mehr Informationen zu den technischen Berufen wünschen. Daraus kann man das Fazit ziehen, dass MINT doch interessantes und wichtiges Thema für die junge Generation, insbesondere für Mädchen, ist. Was kann man aber tun, um dem Fachkräftemangel in MINT-Bereichen entgegenzuwirken und das Interesse der Mädchen für diese Bereiche aufrechtzuerhalten? Die oben genannte Microsoft-Studie hat 4 folgende Faktoren als Ursachen des sinkenden Interesse genannt, die gleichzeitig als Handlungsfelder betrachtet werden sollen, um die Situation zu ändern: „Mangel an weiblichen Vorbildern, fehlende Praxiserfahrungen, Ungleichbehandlung und fehlende Kenntnisse über mögliche Anwendungsgebiete im echten Leben“.

 

Auch wir sehen hier Handlungsbedarf und wollen schon lange durch solche Initiativen wie Girls‘ Day, Tag der Technik oder als Partner der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“  mehr junge Frauen für MINT-Berufe gewinnen und weitere Potenziale erschließen. Heißt: uns sind die Faktoren, die die Microsoft-Studie genannt hat, längst bekannt.

Mit einem Beteiligungsprogramm @MINT und Projekten, wie MINT-Dialog-Day, MINT-Botschafter oder Produktion einer Reportagereihe, in welchen MINT-Frauen über ihren Beruf berichten, unterstützt die Landesinitiative die Unternehmen „um den Bedarf der Unternehmen an (weiblichen) MINT-Fachkräften zu sichern und zur Entwicklung einer modernen Unternehmenskultur 4.0 beizutragen“ (www.mint-frauen-bw.de).  Wie vor einigen Wochen in unserem Blogbeitrag berichtet (https://karriere-blog.lappgroup.com/lapp-arbeitgeber/ein-tag-als-schauspielerin) wurde auch bei uns ein Video gedreht, in dem unsere vor kurzem ausgelernte Mechatronikerin, Frau Karolin Cavlina, über ihre Ausbildung sowie den Beruf erzählt. Das Ziel des Videos ist es ein „Role Model“, also Vorbild, zu sein und den jungen Frauen die Chancen und Möglichkeiten aufzeigen, die der Beruf Mechatronikerin mit sich bringt.

 

Praxiserfahrungen und Kenntnisse über mögliche Anwendungsgebiete im echten Leben versuchen wir während der Bundesinitiative Girls‘ Day zu vermitteln oder durch die Unterstützung der Initiative Girls‘ Day Akademie. Ziel dieser Initiative ist es die Mädchen für MINT zu begeistern, in dem sie die Möglichkeit bekommen die weiblichen Vorbilder an verschiedenen Hochschulen und Ausbildungsbetrieben kennenzulernen oder praxisnahe Nachmittage in der Ausbildungswerkstatt verbringen.
Erfahren Sie persönlich, was Frau Cavlina zum Thema Ungleichbehandlung im Hause Lapp sagt und wie sie ihren Arbeitstag als Mechatronikerin beschreibt.

 

 

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Frau Karolin Cavlina für die Teilnahme an dem Projekt, der Landesinitiative für das Vertrauen, der Agentur YAEZ für die Produktion des Videos und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Firma für die tolle Unterstützung bei dem Videodreh!

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