Mittelständische Unternehmen: Eine gute Wahl für Absolventen? – Eine Absolventin im Interview.

Annemarie Müller

Name und Tätigkeit/Abteilung:

Annemarie Müller

Bachelorarbeit zum Thema Grüne Logistik – Carbon Controlling

Lieblingsfarbe außer Orange:

Blau

Beschreibe dich in 3 Worten:

Fröhlich, neugierig, zuverlässig

Für was kannst du dich begeistern:

Abenteuerliche Reisen & italienisches Essen

 

 

Wie geht es nach der Bachelorthesis weiter? Das ist für jeden Absolventen wohl die Frage aller Fragen. Ob Großunternehmen, mittelständisches Unternehmen oder vielleicht doch weiter studieren.

In unserem Interview mit Frau Annemarie Müller bekommen wir einen Einblick in die Sicht einer frisch gebackenen Absolventin, für die ein mittelständisches Unternehmen eine gute Wahl ist, um in Ihr Berufsleben zu starten.

Das nachfolgende Interview wurde im Juli 2015 von Frau Irmgard Nille durchgeführt, einer freiberuflichen Journalistin, die eng mit Lapp Kabel zusammen arbeitet. Das Interview wird außerdem in der Zeitschrift Unicum erscheinen. (http://www.unicum.de)

Was machen Sie genau bei Lapp? Und welche Tätigkeiten/Aufgaben machen Ihnen davon am meisten Spaß?

Seit Anfang März 2015 schreibe ich bei der U.I. Lapp GmbH in der Abteilung Transportation Management meine Abschlussarbeit im Bereich Grüne Logistik – Carbon Controlling. Konkret geht es dabei um die Analyse und Bewertung des CO2-Reports der eingesetzten Spediteure (Fokus Landfracht). Das Ziel meiner Arbeit ist die Erstellung eines unternehmensinternen CO2-Rechners der U.I. Lapp GmbH unter Berücksichtigung aktueller Normen und Verfahren.

Im Rahmen meiner Abschlussarbeit pflege ich regelmäßigen und intensiven Kontakt zu unseren Transportdienstleistern. Das macht mir am meisten Spaß. Die Zusammenarbeit ist äußerst kooperativ. Ich führe viele fachliche Gespräche mit den Spediteuren und lerne jeden Tag etwas dazu. So konnte ich mein bisher theoretisches Wissen um viele praktische Erfahrungen und Einblicke in die Abläufe der Logistikwelt ergänzen. Ich fühle mich bei Lapp bestens aufgehoben: ich werde gut betreut und der Umgang mit den Kollegen klappt super.

Was haben Sie vorher gemacht (Studium, Job etc.)?

Nach meinem Abitur entschied ich mich für ein Orientierungspraktikum in der Abteilung Lager & Logistik eines kleinen Unternehmens. Dieses Praktikum hat mich darin bestärkt, das Betriebswirtschaftsstudium mit dem Schwerpunkt Logistik zu beginnen. Deshalb fing ich im Winter 2011 mit dem Studium Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik (B.A.) an der Hochschule Heilbronn an und befinde mich aktuell im achten und letzten Semester. Während des Studiums habe ich die Schwerpunkte Verkehrslogistik und Marketing gewählt. Im fünften Semester habe ich bei der Robert Bosch GmbH mein sechsmonatiges Praxissemester in einer Logistikabteilung gemacht.

Annemarie MüllerWenn Sie den Begriff Mittelstand hören, was verbinden Sie damit am ehesten?

Beim Mittelstand denke ich an einen Familienbetrieb, der insbesondere auf nationaler Ebene lokale Nischen bedient oder auch als Zulieferer für Großkonzerne arbeitet. Bei Lapp ist das aber ein bisschen anders. Lapp ist ein Familienunternehmen, aber auch gleichzeitig ein Global Player. Das macht es für mich besonders interessant. Neben der familiären Atmosphäre, die in einem mittelständischen Unternehmen herrscht, spielt man gleichzeitig eine nicht zu unterschätzende Rolle. Hier bei Lapp begegnet man immer wieder einem Mitglied der Unternehmerfamilie. Bei Bosch ist das schier unmöglich. Bei Lapp geht es einfach viel familiärer zu. Kürzlich, als es so richtig heiß war, hat Herr Lapp für alle am Standort sogar spontan Eis spendiert. Ich bin sicher, dass ich mit meiner Bachelor Thesis, die ich gerade schreibe, zum nachhaltigen Erfolg von Lapp beitragen kann. Man ist nicht nur „ein kleines Rad im großen Getriebe“, sondern man kann am „großen Rad“ direkt mitwirken, Veränderungen anstoßen und über den Tellerrand hinausblicken. Das finde ich toll. Und es freut mich sehr, dass nach Abschluss des Studiums mein Weg bei Lapp voraussichtlich weiter gehen wird.

Welche Tipps würden Sie einem Absolventen geben, der kurz vor dem Berufseinstieg bei einem mittelständischen Unternehmen steht?

Ich denke, dass man in mittelständischen Unternehmen von Anfang an eine größere Verantwortung übernimmt. Deswegen ist es wichtig eine motivierte und engagierte Arbeitsmoral an den Tag zu legen. Gleichzeitig hat man mittel- bis langfristig sicherlich aussichtsreichere Aufstiegschancen als in Großkonzernen. Zudem geht es in mittelständischen Unternehmen in der Regel deutlich persönlicher zu als in Großkonzernen. Deshalb empfiehlt sich ein von Anfang an freundlicher und respektvoller Umgang mit allen Mitarbeitern.

Warum sollte ich mich als Absolvent überhaupt bei einem Mittelständler bewerben? Was sind aus Ihrer Sicht die Vorzüge?

Wie eben erwähnt sind die Karrierechancen bei mittelständischen Unternehmen sicherlich aussichtsreicher als bei Großkonzernen. Hier wird einem als Nachwuchskraft direkt Verantwortung übertragen und man steigt nicht grundsätzlich mit abgeschlossenem Studium erst mal für fünf Jahre als Sachbearbeiter, wie es meist bei Großkonzernen der Fall ist, ins Berufsleben ein. Insofern die Auftragslage gut ist und offene Positionen vorhanden sind, stehen einem auch die Türen für andere Funktionen offen. Auch das bereits erwähnte familiäre Arbeitsklima ist meiner Meinung nach ein Aspekt, welcher einen wichtigen Beitrag zu „mehr Freude an der Arbeit“ leistet. Durch die überschaubaren Hierarchien und Strukturen im Unternehmen ist es einfacher den Überblick über die richtigen Ansprechpartner zu behalten. Neben seiner eigenen Abteilung hat man auch noch mit vielen anderen Fachbereichen des Unternehmens zu tun. Eine hierarchische Distanz zu den Vorgesetzten ist hier bei Lapp weniger zu spüren als im Großkonzern.

Fazit

Abschließend kann man sicherlich sagen, dass ein mittelständisches Unternehmen mindestens eine genauso gute Wahl für Absolventen und Berufseinsteiger darstellt, wie ein Großunternehmen. In einem mittelständischen Unternehmen gibt es sogar bessere Perspektiven die Karriereleiter zu erklimmen. Jeder hat die Möglichkeit, einen Teil zum Firmenerfolg beizutragen. Dazu wird lediglich die richtige Einstellung und das richtige Engagement benötigt.

Abschließend gilt: „Klein anfangen, um Großes zu Erreichen“.

Share on Pinterest
Ihr Kommentar

* markierte Felder sind Pflichtfelder