Pizza, Pasta und Fish and Chips – Meine Auslandseinsätze

Der aufregendste Teil meiner IHK Ausbildung, waren definitiv meine Auslandseinsätze in England und in Italien. Bei Lapp hat man mehrere Möglichkeiten während der Ausbildung für einige Wochen ins Ausland zu gehen: 

Da die Lapp Gruppe international sehr stark vertreten ist, ist es möglich für einen gewissen Zeitraum bei einer Schwestergesellschaft im Ausland eingesetzt werden zu können. USA, Singapur, Thailand, Ukraine oder doch ein anderes Land, die Auswahl ist groß. Frau Voigt – die Ausbildungsleitung – geht jedes Jahr in den Austausch mit den Ansprechpartnern der Auslandsgesellschaften und sucht nach geeigneten Projekten für die Azubis im zweiten Lehrjahr. Stehen die verfügbaren Länder und Projekte fest, müssen die Azubis untereinander entscheiden, wer in welches Land will.

Durch Programme wie „Ersamus+“ oder „Go.for.Europe“ hat man auch die Möglichkeit, neben einem Auslandseinsatz in einer Schwestergesellschaft, in einem anderen Unternehmen und einer anderen Branche eingesetzt zu werden.

Außerdem besteht für unsere dualen Studenten die Möglichkeit ein Auslandssemester zu absolvieren.

Da es mich interessiert hat, wie unsere Kollegen im Ausland arbeiten, ich aber auch unbedingt mal in ein anderes Unternehmen reinschnuppern wollte, habe ich mich für zwei Auslandsaufenthalte entschieden. Zuerst bin ich über „Go.for.europe“ für 4 Wochen nach England gegangen und zusätzlich für 6 Wochen zu unseren Kollegen nach Italien.

England:

Meinen ersten Auslandsaufenthalt hatte ich in Plymouth, England. Hierfür habe ich mich bei der IHK für das „Go.for.europe“ Programm beworben und habe mich über die Zusage, die ich im Dezember 2016 bekommen habe, sehr gefreut. Bevor es jedoch losging, wurde ein Vorbereitungsseminar von der IHK geplant. Hier sind alle Teilnehmer (15 Azubis aus Baden-Württemberg) zusammengekommen, haben sich kennengelernt und haben verschiedene Einweisungen, wie Verhaltensregeln

National Marine Aquarium

in den Gastfamilien, Englischtraining etc., bekommen. Außerdem wurde uns an diesem Tag bekanntgegeben, bei welchen Unternehmen wir in England tätig sein werden. Im April 2017 war es dann so weit, die anderen 14 Teilnehmer und ich sind zusammen nach Plymouth gereist. In der ersten Woche, bekamen wir bei der Partnerorganisation von „Go.for.europe“ einen 5-tägigen Englischkurs und Programmpunkte, wie z.B. eine Stadtführung durch Plymouth oder ein Besuch im National Marine Aquarium geboten. Nach einer Woche Sprachschule ging es auch schon in den Firmen los.

Ich verbrachte die drei Wochen im Plymouth Marine Laboratory (kurz: PML), wo ich in der Personalabteilung eingesetzt war.

Der Unterschied zu einem „normalen“ Unternehmen war, dass das Marine Labor wissenschaftlich ausgerichtet ist und viele Wissenschaftler aus der ganzen Welt in der Einrichtung arbeiteten. Ich habe mich ein bisschen gefühlt wie bei „The Big Bang Theory“, doch die Kollegen waren super freundlich und alle Aufgaben, die ich dort bekam, waren ausbildungsrelevant. Außerdem hatte ich einen direkten Blick aufs Meer, was die Arbeit bei PML entspannter machte. Nach der Arbeit haben wir uns oft noch mit der Gruppe getroffen und sind in Pubs gegangen, um ein Feierabendbier zu trinken.

Strand in St. Ives

 

An den Wochenenden haben wir größere Ausflüge unternommen und sind mit dem Zug nach Newquay und St. Ives gereist, zwei wunderschöne kleinere Städtchen an der Küste.

Wir hatten in den gesamten 4 Wochen ein riesen Glück mit dem Wetter, denn es hat höchstens 2 mal geregnet, sonst schien immer nur die Sonne, was den Blick von der Plymouth Hoe (eine Art Park mit Leuchtturm direkt an der Küste) aus noch mal verschönerte. Als ich mich schweren Herzens von meinem drei köpfigen Team der Personalabteilung von PML verabschiedete, waren die vier Wochen auch schon rum und es ging wieder zurück nach Deutschland.

 

 

Doch mit Plymouth war das Ausland noch nicht für mich gelaufen, denn im November 2017 ging es nach Bella Italia.

Italien:

In Italien durfte ich unsere Kollegen von Lapp Italia in Desio (eine kleine Stadt nahe Mailand) kennenlernen. Hier hatte ich ein kleines Apartment mit eigener Küche, Bad und Schlafzimmer, was Lapp Italia s.r.l. / Desiosehr praktisch war, denn somit konnte ich alleine kochen und musste nicht jedes Mal draußen essen. Bei Lapp Italia wurde ich im Marketing und im Produktmanagement eingesetzt, wo ich z.B. bei verschiedenen Kundenevents dabei sein durfte oder passend zur Weihnachtszeit bei den Vorbereitungen zum Weihnachtsessen oder bei den Kundengeschenken unterstützen durfte.

In meiner Freizeit bin ich oft in Mailand gewesen, schließlich hatte ich noch einen Haufen von Weihnachtsgeschenken zu kaufen (was in Mailand sehr gut zu erledigen ist).

Außerdem hatte ich die Möglichkeit an verlängerten Wochenenden nach Venedig und Verona zu reisen um ein bisschen was vom Land zu sehen. Auch nach Como fährt man nur 20 Minuten von Desio aus. Als ich hier war, hat es sich sehr nach Urlaub angefühlt, da auch hier nur die Sonne schien und man ganz gemütlich direkt am Comer See einen Cafe trinken und einen Tiramisu essen konnte.

 

 

 

Was mir auch sehr gefallen hat, war der Pizzatag bei Lapp Italia, der jeden Mittwoch stattfand.

Hier hat der Großteil der Belegschaft zusammen Pizza zwischen den Kabeltrommeln im Lager gegessen. Freitags wurde immer außerhalb gegessen, meistens in der „La Taverna“, wo es jeden Tag einen leckeren Mittagstisch gab. Ich war sehr überrascht darüber, wie viel die Italiener essen konnten. Als ich mit einem Kollegen beim Abendessen war und er mich fragte, was ich gerne essen würde, entschied ich mich für eine Pizza. Daraufhin stellte er mir die Frage, was ich nach der Pizza gerne zur Hauptspeise hätte, was mich wiederrum erschrocken hat. Letztendlich war die Pizza meine Vorspeise, zur Hauptspeise habe ich gegen meinen Willen eine Fleischplatte bekommen und der Nachtisch durfte natürlich auch nicht fehlen ;D

Als ich alle Weihnachtsgeschenke besorgt und mehrere Shoppingtouren hinter mir hatte, kam die Frage auf, wie ich all das Gepäck wieder nach Deutschland bekomme. Zum Glück hatte ich an den Wochenenden oft jemanden aus Deutschland zu Besuch da, somit konnte ich Stück für Stück nach Deutschland schicken. Was auch sehr praktisch ist, wenn man bei einer Schwestergesellschaft eingesetzt ist, ist dass man Pakete ganz unkompliziert mit der Lieferung nach Deutschland verschicken kann.

Mein Highlight während der Zeit in Italien sind die Italienischkurse gewesen.

Vor meinem Einsatz wurde ich gefragt, ob ich gerne einen Sprachkurs machen wöllte, was ich natürlich nicht abgeschlagen habe. Also hatte ich einen wöchentlichen Italienischkurs an einer Sprachschule. Natürlich kann man eine Sprache in sechs Wochen nicht erlernen, aber für die Grundkenntnisse hat es gereicht.

Die Zeit in Italien hat mir sehr gut gefallen, weshalb mir der Abschied von den Kollegen schwer gefallen ist. Jedoch bin ich froh darüber, mit einem Teil der Kollegen noch guten Kontakt zu haben und einen Großteil beim nächsten Fuß- und Volleyballturnier in Lissabon wieder zu sehen!

 

Über die Möglichkeiten ins Ausland zu gehen, kann man sich wirklich nur freuen, denn man lernt tolle Orte und Leute kennen. Außerdem ist es eine Erfahrung, die man nicht mehr so schnell vergisst.

Hier noch ein paar Impressionen aus Italien:

 

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