Richtig sitzen, locker Rad fahren!

Schmerzender Po, belastete Handgelenke, Rückenbeschwerden – haben Sie diese Symptome auch schon mal verspürt, nachdem Sie mit Ihrem Drahtesel längere Strecken gefahren sind? Das kann uns die Freude am Radfahren schnell nehmen.

Unsere Mitarbeiter, die „Lappianer“, klagen manchmal auch über solche Beschwerden. Wir wollten deshalb wissen, was die möglichen Ursachen für die Schmerzen sind. Welche Rolle spielen dabei die richtige Einstellung und die Größe des Fahrrads? Was lässt sich am bestehenden Fahrrad schnell und einfach verändern, um eine Schmerzlinderung zu erzielen und wieder Spaß am Fahren zu haben? Darüber hinaus nimmt das Rad als Alltagsfahrzeug bei unseren Mitarbeitern einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Durch Aktionen, wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ und diverse Veranstaltungen im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements versuchen wir unsere Kolleginnen und Kollegen zu motivieren, öfter das Auto stehen zu lassen und mit dem Rad zu fahren.

Wie macht Radfahren mehr Spaß und weniger Schmerzen?

 

Genügend Gründe also einen Experten einzuladen, damit dieser unsere Fragen beantworten kann. Wir fanden ihn schließlich auch. Herr Benjamin Suter, Gesundheits- und Krankenpfleger am Katharinenhospital in Stuttgart und zudem ausgebildeter Fahrrad-Ergonomieberater, hat uns im Rahmen eines 3-stündigen Workshops zunächst erklärt, was Ergonomie am Rad überhaupt bedeutet.

 
Im ersten theoretischen Teil ging es darum, anhand von Bildern und Zeichnungen die Gründe für eine falsche Radergonomie darzulegen. Im 2-ten Teil seines Workshops zeigte er schließlich anhand eines Fahrrads, welches ein Teilnehmer dafür mitgebracht hatte, die 3 wichtigsten Einstellungen, damit das Radfahren ergonomisch wird.

 
Im Fall des mitgebrachten Fahrrads war dieses für den Kollegen zu kurz – sprich: die Länge vom Sattel bis zum Lenker. Die erste Erkenntnis war also, beim Kauf eines neuen Rades unbedingt darauf zu achten, dass ein Fahrrad lang und hoch genug ist.

 

 

Die nächste wichtige Einstellung ist die Höhe des Sattels und die Sattelform. Speziell Frauen neigen dazu, viel zu breite Sättel zu benutzen. Das führt aber oft zum Ergebnis, dass man bzw. Frau automatisch nach vorne rutscht und somit einen Katzenbuckel macht, was schließlich zu Verspannungen im Schulter- und Rückenbereich führt.

 

Eine rückenfreundliche Haltung stärkt die Rückenmuskulatur

Nach Aussage von Herrn Suter, ist eine kräftige Rückenmuskulatur das Wichtigste für einen gesunden Rücken. Je besser die Muskulatur trainiert ist, desto eher können Belastungen auf die Wirbelkörper, die Bandscheiben und die Sehnen abgefedert und ausgeglichen werden. Und hier sind wir beim Lenker.

Wie hoch oder niedrig und in welcher Winkelposition ist Ihr Lenker eingestellt? Welche Form hat er überhaupt und wie liegen Ihre Handgelenke darauf? Sind sie eingeknickt? Dann verspüren Sie vermutlich nach längeren Fahrten ein unangenehmes Kribbeln in den Händen und Armen. Was den Lenker angeht, sollte allerdings ein Fahrradspezialist hinzugeschaltet werden. Selbst experimentieren geht hier meistens schief.

 
Die Workshopteilnehmer hatten sichtlich Spaß daran, einiges Neues über ihre Fahrräder zu erfahren. Wir haben dann anschließend gleich die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ ausgerufen, zu der sich diesmal 31 Kolleginnen und Kollegen angemeldet hatten, das sind 50% mehr als im Vorjahr.

 

Wir wünschen Allen ab sofort einen ergonomischen Radspaß und freuen uns auf unsere nächsten Aktionen zum Thema Radfahren.

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